Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Max-Planck-Instituts (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften haben aufgeklärt, wie die Herstellung bestimmter Proteine und ihr Einbau in die innere Membran der Mitochondrien, die „Kraftwerke der Zelle“, koordiniert werden. Dieser Prozess, der die Energieproduktion in lebenden Zellen sichert, kann bei Fehlfunktionen schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen. Der neue Regulationsmechanismus gibt ein besseres Verständnis für die Ursachen von neuromuskulären Erkrankungen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Nature Structural & Molecular Biology“ erschienen.
Ein Team unter der Leitung von MBExC Mitglied Prof. Dr. Peter Rehling, Direktor des Instituts für Zellbiochemie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Dr. Niels Fischer, Projektgruppenleiter am MPI für Multidisziplinäre Naturwissenschaften, hat nun gezeigt, dass Mitoribosomen Membranproteine nicht mit konstanter Geschwindigkeit herstellen, sondern nach einer zeitlich exakt abgestimmten Choreografie. „Wir konnten zeigen, wann das Ribosom pausiert“, erklärt Dr. Thomas Schöndorf, Erstautor und Postdoktorand in Prof. Rehlings Team.
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Menschliche Zelle mit Mitochondrien-Netzwerk (gelb) und Zellkern (blau). Bild: umg/peter rehling

