Forschende haben einen neuartigen PET-Tracer entwickelt, der krankhafte Alpha-Synuclein-Ablagerungen im Gehirn sichtbar machen kann. Die schwach radioaktive Substanz reichert sich in krankhaftem Gewebe an. Die Methode könnte zur Entwicklung neuer Therapien beitragen und Behandlungen künftig individueller gestalten.
„Mit diesem neuen Verfahren können wir krankhafte Prozesse erstmals direkt im Gehirn beobachten – und weitere Arbeiten werden zeigen, ob dies auch gelingt, bevor klinische Symptome eindeutig sind“, sagt Kristina Herfert vom Werner Siemens Imaging Center am Universitätsklinikum Tübingen, die die Studie zusammen mit Armin Giese und MBExC Mitglied Christian Griesinger leitete. „Das eröffnet neue Möglichkeiten für eine frühere und genauere Diagnose.“
Sie finden die Presseinformation hier.

Ein neuartiger Alpha-Synuclein-PET-Tracer [11C]MODAG-005 macht pathologische Proteinablagerungen im menschlichen Gehirn sichtbar. Das Bild im Split-Screen-Verfahren stellt die anatomische Hirnstruktur (links) der molekularen Pathologie (rechts) gegenüber und verdeutlicht die selektive Tracer-Anreicherung in zwei Hirnregionen (Caudatus und Putamen) eines Patienten mit Multisystematrophie. © Kristina Herfert / Universitätsmedizin Tübingen

