Im Labor gezüchtete Herzmuskelzellen aus iPS-Zellen: Die Aufnahme zeigt den Aufbau der Muskelfasern. Mit solchen patient*innenspezifischen Modellen arbeitet das im Programm zukunft.niedersachsen geförderte Projekt der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Bild: umg/lukas cyganek

Präzisionsmedizin für seltene Herzerkrankung

Göttinger Forschung erhält Millionenförderung
 
Mit einem Gentherapieprojekt zur Behandlung des Noonan-Syndroms erhält die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) über eine Million Euro aus dem Förderprogramm zukunft.niedersachsen. Im Fokus steht die Entwicklung individuell zugeschnittener Therapien für herzkranke Kinder.
 
Seltene Erkrankungen stellen Betroffene und ihre Familien häufig vor große medizinische Herausforderungen: Die Diagnostik ist komplex, therapeutische Optionen sind begrenzt oder fehlen ganz. Moderne präzisionsmedizinische Verfahren eröffnen heute die Möglichkeit, Erkrankungen auf genetischer Ebene zu verstehen und gezielt zu behandeln. Im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms zukunft.niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung wurden neun besonders innovative Forschungsprojekte ausgewählt. Insgesamt stehen dafür rund 13,5 Millionen Euro zur Verfügung.
 
Eines dieser Projekte ist in der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) angesiedelt. Das Vorhaben „CRISP-RAS: Testing of CRISPR-based gene therapies for RASopathies“ (übersetzt: CRISP-RAS: Testung von CRISPR-basierten Gentherapien für RASopathien) wird von MBExC Mitglied Dr. Lukas Cyganek, Leiter der Stem Cell Unit, und Dr. George Kensah geleitet. Das Projekt wird mit 1.050.230 Euro gefördert und richtet sich an Kinder mit einer seltenen genetisch bedingten Erkrankung des Herzmuskels.
 
Die Pressemitteilung finden Sie hier.