Biomoleküle wie Zucker, Proteine und Lipide sind die Grundbausteine allen Lebens. Sie sind am Aufbau und Stoffwechsel jeglicher Lebewesen beteiligt. Um sie unter dem Mikroskop sichtbar zu machen, bringen Forschende sie durch spezielle Farbstoffe zum Leuchten. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat dafür nun eine neue Methode entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen wird der Lumineszenz-Farbstoff der Probe dabei nicht als fertiges Produkt hinzugefügt. Stattdessen leuchtet er erst auf, während er an das angepeilte Molekül bindet. Das löst ein Problem: Vorgefertigte Farbstoffe verbleiben in der Probe, auch wenn sie nicht an das Zielmolekül gebunden sind. Das stört bei der Bildgebung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie International Edition veröffentlicht.
Mit der neuen Methode leuchtet der Lumineszenz-Farbstoff nur dann auf, wenn die Markierung gelungen ist. Das macht Experimente mit Biomolekülen übersichtlicher und leichter auswertbar. MBExC Mitglied und Erstautor Dongchen Du sagt: „Unsere Arbeit verfolgt einen praktischen Ansatz: Statt einen vorgefertigten Fluorophor anzubringen, bauen wir die fluoreszierende Markierung direkt dort auf, wo sie benötigt wird. Für mich macht das die Chemie sowohl schön als auch nützlich.“
Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Verschiedene Lumineszenz-Farbstoffe. Foto: Dongchen Du

