„Rauschen oder Signal? Informationsgenauigkeit am Rande des Jamming-Zustands“ lautet der Titel eines internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekts unter der Leitung der Universität Göttingen. Gemeinsam mit der New York University und der Hokkaido-Universität wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die biophysikalischen Eigenschaften biologischer und synthetischer Materialien untersuchen und Methoden entwickeln, um die Signalübertragung innerhalb von Zellmaterialien zu messen und zu verstehen. Das Human Frontiers Science Program (HFSP) fördert das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt rund 1,2 Millionen US-Dollar.
„Die Förderung ermöglicht es uns, eine völlig neuartige Idee zu untersuchen: dass aktive Kräfte und Fluktuationen in der intrazellulären Verdichtung von lebenden Systemen genutzt werden, um die Reaktionsgeschwindigkeiten wichtiger chemischer Reaktionen zu steuern“, erläutert Projektleiter und MBExC Mitglied Prof. Dr. Timo Betz vom Institut für Biophysik der Universität Göttingen.
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Mithilfe hochfokussierter Laserstrahlen kann das Team Partikel im Inneren der Zellen mit Licht erfassen und bewegen. Dies ermöglicht es, die physikalischen Eigenschaften im Zellinneren zu bestimmen und zu verändern, um sie anschließend mit möglichen Veränderungen der chemischen Reaktionsgeschwindigkeiten abzugleichen, die als Reaktion auf aktive mechanische Schwankungen und Veränderungen der molekularen Verdichtung auftreten. Foto: Till Münker

