Forschenden der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) ist ein wichtiger Fortschritt bei der Behandlung schwerer Herzschwäche gelungen: Erstmals konnte in einer klinischen Studie gezeigt werden, dass im Labor gezüchtetes Herzmuskelgewebe die Pumpfunktion geschädigter Herzen verbessern kann. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die Studie ist Teil eines Forschungsprogramms des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Unterstützt wird die Entwicklung zudem durch das Göttinger Biotechnologieunternehmen Repairon GmbH.
Im Rahmen der gemeinsam von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Universitäres Herzzentrum Lübeck, durchgeführten Studie BioVAT-HF-DZHK20 unter der wissenschaftlichen Leitung von MBExC Mitglied Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der UMG, wird ein aus Stammzellen gezüchtetes Herzpflaster als neuer Therapieansatz für Patient*innen mit schwerer Herzschwäche untersucht. Die Studie ist die weltweit umfangreichste klinische Untersuchung einer Therapie auf Basis pluripotenter Stammzellen und ist nach Einschätzung der Forschenden die erste Studie dieses Forschungsfeldes, die einen statistisch gesicherten klinischen Nutzen bei behandelten Patient*innen zeigen konnte.
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Wichtiger Fortschritt bei der Behandlung schwerer Herzschwäche: Erstmals konnte in einer klinischen Studie gezeigt werden, dass im Labor gezüchtetes Herzmuskelgewebe die Pumpfunktion geschädigter Herzen verbessern kann. Grafik: umg/eva meyer-besting

