Hörschnecke (grau) einer Mongolischen Rennmaus mit einem optischen Cochlea-Implantat. Dessen Leuchtdioden (grün) sind auf den Rosenthal-Kanal (dunkelblau) ausgerichtet, der eine entscheidende Funktion bei der Signalübertragung auf den Hörnerv erfüllt. Die Darstellung zeigt die Antwort der Nervensignale auf die Stimulation mit den LEDs. Die unterschiedlichen Farben im Rosenthal-Kanal veranschaulichen die räumliche Verteilung und Stärke des erzeugten Nervensignals (niels albrecht/institute for auditory neuroscience)

Für ein verbessertes Hörerlebnis – optische Cochlea-Implantate erzeugen präzisere Nervensignale als elektrische Modelle

Forschende unter Federführung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben im Tiermodell gezeigt, dass optische Cochlea-Implantate besser unterscheidbare Nervensignale hervorrufen als herkömmliche elektrische Implantate. Nervensignale transportieren Hörinformationen wie Schallwellen, Tonhöhen und Lautstärke an das Gehirn und sorgen für ein umfassendes Hörerlebnis. Insgesamt konnten bis zu zehn verschiedene Leuchtdioden (LEDs) mit sehr geringen Lichtenergien unterschiedliche Nervensignale gezielt auslösen. Dies unterstreicht das Potenzial optischer Cochlea-Implantate für eine verbesserte Hörwiederherstellung. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „EMBO Molecular Medicine“ veröffentlicht.

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